neuer Kindergarten für Großwenkheim?

Viel wurde in den letzten Monaten in der Öffentlichkeit diskutiert. Lt. Finanzplanung der Stadt Münnerstadt, ist Geld für einen neuen Kindergarten in Großwenkheim vorhanden. Was hat es damit auf sich?

Die Vorgeschichte:
Unser Kindergarten ist in die Jahre gekommen, es nagt ‚der Zahn der Zeit'. Die anfallenden Kosten können von dem Verein nicht getragen werden. Selbst für die nötigsten Sanierungsarbeiten werden weit über 70.000.00 €uro benötigt.
Dies veranlasste den Vorstand mit der Stadt Münnerstadt Kontakt aufzunehmen und eine Kostenübernahme zu ersuchen, damit Aufträge vergeben werden können.
Aus uns unbekannten Gründen wollte die Stadt das ‚größer aufziehen’ und lies einen Architekten kommen, der verschiedene Vorschläge ausgearbeitet hat und diese dem Vorstand unterbreitete. Die Kosten für den Architekten hat die Stadt übernommen. Auf die Wünsche der Vorstandschaft wurde hier leider nicht eingegangen.
Vorgeschlagen wurden div. Umbaumaßnahmen, bis hin zum Neubau. Die Umbaumaßnahmen lagen in einem Kostenrahmen zwischen 435.000,00 € bis 1.300.000,00 €. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie die laufenden Betriebskosten deutlich erhöhen bis hin zu Verkleinerung des Gartenbereiches (durch Anbau).


Die Umbauvorschläge:
Hier hat sich die Vorstandschaft einstimmig gegen alle Umbaupläne ausgesprochen.

Gründe:     - wir wollen die Betriebskosten nicht erhöhen
- wir wollen keine zeitweise Schließung des KiGa (wäre für den Umbau erforderlich)
- wir lehnen jede Verkleinerung der Freispielflächen ab

Der Neubauvorschlag:
Auch hier hat sich der Vorstand einstimmig dagegen ausgesprochen. Neubau hieße, das die Stadt ein Grundstück kauft und auf diesem einen Kindergarten errichtet. Die Stadt wäre sowohl Eigentümer des Grundstückes, als auch des Kindergartens. Aufgabe des Vereins wäre nach Vorstellung der Stadt die Verwaltung des Kindergartens. Dem Verein bliebe dann der ‚alte Kindergarten’ erhalten, da der Verein sowohl Eigentümer des Grundstücks, als auch der Immobilie ist. Der Verein müsste sich dann überlegen, wie er die Gebäude wirtschaftlich so nutzt, dass die erforderlichen Sanierungskosten, die dann der Verein voll tragen müsste, wieder eingespielt werden.
Der St. Elisabethenverein Großwenkheim gem. e. V. wurde von unseren Ahnen mit dem Ziel gegründet, gemeinschaftlich im Dorf die Betreuung der Kinder zu organisieren. Dazu wurde das Grundstück gekauft und der bestehende Kindergarten gebaut.


Gründe:     - die Stadt würde uns keinen neuen Kindergarten bauen, sondern einen städtischen Kindergarten errichten, den wir lediglich unentgeldlich verwalten sollten
- die Eltern wären ohne Mitwirkungsmöglichkeiten des Vereins den Vorgaben der Stadt vollumfänglich ausgeliefert
- der Kindergarten prägt seit über 100 Jahren das Dorfbild und soll das auch weiterhin tun
- viele Vereinsmitglieder verbinden positive Erinnerungen mit dem aktuellen Kindergarten, waren selbst als Kind hier
- die Vorstandschaft lehnt unnötigen Flächenfraß ab
- erforderliche Arbeiten würden von der Stadt an Firmen vergeben, die von der Stadt ausgewählt werden und wir wollen Aufträge an unsere Firmen im Dorf vergeben
- der Verein könnte dann die bestehende Immobilie wohl nicht mehr halten und hätte dann keine eigenes ‚Zuhause’ mehr